Bereits Mitte der 90er Jahre wurde an Techniken des asynchronen Ladens von Daten im Internet gearbeitet, entsprechende Java Applets wurden mit der ersten Version der Programmiersprache Java 1995 präsentiert. Das Wort Ajax wurde aber das erste mal im Februar 2005 in einem Aufsatz von Jesse James Garrett, einem Mitarbeiter der Agentur Adaptive Path, erwähnt.
Im Detail bestehen Ajax-Anwendungen aus mehreren technischen Komponenten, nämlich aus HTML bzw. XHTML, dem Document Object Model mit dem Daten und Inhalte repräsentiert werden, JavaScript zu deren dynamischer Darstellung und als Schnittstelle zwischen den Komponenten sowie einem XMLHttpRequest-Objekt als Browserbestandteil.
Durch die freie Zugänglichkeit von Ajax wird die Programmiersprache unabhängig von dem Betriebssystem von allen Webbrowsern unterstützt, die auch Javascript unterstützen. Inzwischen unternimmt die Industrie zunehmend Versuche, Ajax zu Standardisieren und es wurde auch bereits eine OpenAjax Alliance mit inzwischen gut 70 Mitgliedern gegründet, die sich mit der Thematik befasst. Daraus lässt sich schließen, dass Ajax zukünftig immer mehr in die Programmierungen von Webseiten und Applikationen implementiert werden wird.
Neben den bereits besprochenen Vorteilen, also dem Wegfall vom Neuladen ganzer Seiten und dem Funktionieren im Browser ohne Plugins, hat Ajax auch Nachteile: zum einen muss bei der Verwendung der Programmiersprache äußerst umfangreich getestet werden, zum anderen wird immer wieder beklagt, dass es bei der Nutzung des "Zurück-Buttons" im Browser große Probleme gibt. Auch sorgt der permanente Informationsaustausch zwischen Webserver und Ajax-Client zu einer höheren Auslastung der Leitungen. Dennoch wird Ajax das Web 2.0 noch eine ganze Zeit lang maßgeblich mitprägen.
