Das heißt, dass man Mithilfe dieser Programmiersprache zum Beispiel bestimmen kann, welche Worte innerhalb eines Webseitentextes fett oder kursiv dargestellt werden und wie der Text strukturiert ist.
Geschichte
Im Jahr 1980 entwickelte der Physiker Tim Berners-Lee für die Europäische Organisation für Kernforschung CERN das Programm ENQUIRE, mit dem die Wissenschaftler ihre Unterlagen und Dokumente verwalten und untereinander austauschen konnten. Neun Jahre später erdachten er und ein CERN-Kollege dann ein auf dem Internet basierendes Hypertext-System, das als Basis für das World Wide Web, wie wir es heute kennen, diente und im Prinzip ursprünglich den gleichen Zweck erfüllen sollte wie ENQUIRE. In Windeseile entwickelte sich das Projekt dank HTML zu einem weltumspannenden Netz von Computern.
Aufgabe
Als Dokumentbeschreibungssprache hat HTML also die Aufgabe, die Struktur eines Dokuments in einer vereinheitlichten Form zu beschreiben, die möglichst von allen Browsern weltweit verstanden wird. Wichtig ist dabei, dass die typischen Elemente eines Dokuments, wie Kapitel, Unterkapitel, Listen, Tabellen, Textabsätze oder Grafiken bezeichnet werden. Hierbei geht es um die logischen Elemente des Dokuments. Ursprünglich sollte HTML eine rein logische Dokumentbeschreibungssprache sein. Schnell wurde aber klar, dass damit nicht alle Bedürfnisse der WWW-Seiten erfüllt werden konnte, weshalb mit modernem HTML neben den logischen Strukturen auch physische - eben beispielsweise Textformatierungen - beschrieben werden können.
Heutzutage muss der normale Anwender die Programmiersprache HTML nicht mehr beherrschen, um sie verwenden zu können. Dank moderner so genannter WYSIWYG-Editoren (What You See Is What You Get = Was Du siehst ist was Du bekommst) können Texte wie in einem Textverarbeitungsprogramm geschrieben, formatiert und gesetzt werden. Die Editoren wandeln diese Formatvorgaben dann in HTML um und stellen die Inhalte wie gewünscht auf der Webseite dar. Ganz können HTML-Kenntnisse aber nicht ersetzt werden, da bei auftretenden (Darstellungs-)Fehlern nur der Blick in den Quelltext weiter hilft.
