Im September 1995 integrierte Netscape in der Vorversion des Browsers Navigator 2.0 eine Skriptsprache namens LiveScript, die zum Beispiel Eingaben in Formulare von Benutzern vor dem Absenden überprüfen konnte. Sie wurde von Brendan Eich entwickelt und gilt als Vorreiter des heutigen JavaScript. Im Dezember 1995 kooperieren Netscape und Sun Microsystems und im Ergebnis dieser Zusammenarbeit entsteht Javascript 1.0.
Anders als andere Programmiersprachen wie zum Beispiel PHP wird Jacascript clientseitig eingesetzt, das bedeutet, dass es meistens im Webbrowser selbst und nicht auf dem entsprechenden Server liegt. So können zum Beispiel Inhalte generiert werden, die ihr Erscheinungsbild bei Aktionen des Nutzers ändern, wie etwa die farbliche Änderung eines Links, wenn mit dem Mauszeiger darüber gefahren wird. Generell wird die Sprache zum Öffnen von weiteren Browserfenstern genutzt, was sie bei vielen Internetnutzen unbeliebt machte, weil unerwünschte Werbefenster damit angesteuert wurden.
Außerdem können Formulareingaben geprüft werden, ehe sie an den Server gesendet werden, es können mit Hilfe von Pulldown-Menüs Navigationsleisten übersichtlicher gestaltet werden und ein Seitenbetreiber kann über sogenanntes "Browsersniffing" herausfinden, mit welchem Browser seine Seite besucht wurde. Auch kann man Webseiten dynamisch mit Inhalten versehen und Javascript wird gerne als Programmiersprache für Animationen und Spiele verwendet.
In den letzten Jahren kamen einige Javascript-Frameworks auf (Mootools, JQuery, Prototype etc.), die den Umgang mit Javascript für Entwickler vereinfachen, da sie viel benutzte Effekte und Funktionen fertig programmiert und standardisiert zur Verfügung stellen.
Kritiker werfen Javascript vor, dass man mit der Sprache den Quelltext von Webseiten sowie Internetadressen verschleiern, das Abspeichern und Kopieren von Bildern oder gesamten Seiten verhindern und Browserfenster ungewollt öffnen, schließen sowie deren Größe verändern kann. Außerdem ist die Technik nicht barrierefrei, da zum Beispiel viele Screenreader nicht damit umgehen können. Aus diesem Grunde sollten Webseiten acuh immer mit ausgeschaltetem Javascript funktionieren.
