Was ist SQL?

SQL steht für Structured Query Language und es handelt sich dabei um eine strukturierte Abfragesprache. Die Programmiersprache ist ANSI und ISO-standardisiert und wird von den meisten Datenbanksystemen verstanden. Die drei beliebtesten SQL-Datenbanken sind MySQL, PostgreSQL und MaxDB, die größten kommerziellen Anbieter auf diesem Gebiet sind Oracle und IBM. In jeder seriösen Datenbank geschieht in der Regel jede Abfrage, jedes Löschen und jeder Eintrag über SQL. Durch den sehr großen Sprachumfang von SQL gibt es für diesen Standard kaum ernst zunehmende Konkurrenz.

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Feb 0906

Entwickelt wurde SQL Ende der 70er Jahre bei IBM im kalifornischen San Jose. Ursprünglich handelte es sich um eine so genannte nichtprozedulare Sprache, also ohne jegliche Schleifen, Funktionen oder Unterprogramme. Im eigentlichen Sinne kann man bei SQL also nicht von einer Programmiersprache reden. Entsprechend einfach ist sie zu erlernen. Die Befehle setzen sich aus der Data Definition Language (DDL) und der Data Manipulation Laguage (DML) zusammen, wobei via DDL die Datenbankstruktur definiert, DML dann zum Bearbeiten der enthaltenen Daten verwendet wird.

Um mit SQL zu arbeiten sollte man sich mit Mengenlehre auskennen, da relationale Datenbanken immer mengen- und gruppenorientiert arbeiten. Zu beachten ist, dass fast jedes kommerzielle SQL-Datenbank-Produkt inzwischen individuelle Eigenarten in der Programmierung hat und deshalb mit dem Standard mehr oder weniger gut kompatibel ist. In SQL werden alle Befehle textuell ausgedrückt, das heißt, man kann auf keinerlei grafische Unterstützung zurückgreifen. Als Gerüst fungieren dabei immer englische Schlüsselworte für die einfachen Anfragen. Diese sind reserviert und können nicht an anderer Stelle verwendet werden, wie zum Beispiel als Bezeichnung für Tabellen- oder Spaltennamen.